top of page
Radfahrer am Berg

Unsere Tour mit dem Rad von den Alpen zum Himalaya

Unsere Tour vereinbart Abenteuer, atemberaubende Landschaften, beeindruckende Kulturen und Länder, über die man meistens nur in den Medien hört. Als Tourziel haben wir Dharamsala am Fuße des Himalaya in Indien gewählt, da Jojo dort für ein Jahr seinen Zivildienst leistete und so bis heute eng damit verwurzelt ist.

Wohin geht die Reise?

Unsere Tour vereinbart Abenteuer, atemberaubende Landschaften, beeindruckende Kulturen und Länder, über die man meistens nur in den Medien hört. Als Tourziel haben wir Dharamsala am Fuße des Himalaya in Indien gewählt, da Jojo dort für ein Jahr seinen Zivildienst leistete und so bis heute eng damit verwurzelt ist.

Wir starten in Nofels bzw. Frastanz in Vorarlberg und fahren über den Westbalkan nach Istanbul – das Tor nach Asien. Nach der Durchquerung von Anatolien, Armenien, Georgien und Aserbaidschan erreichen wir den Iran. Mit seiner bewegten Geschichte und reichen Kultur ist der Iran eines der Hauptziele dieser Reise. Wir sind uns jedoch der aktuellen Konflikte völlig bewusst. Unsere Sicherheit hat oberste Priorität und wir werden zu gegebenem Zeitpunkt eine informierte Entscheidung treffen, ob eine Route durch den Iran sicher und sinnvoll ist. Alternativ zu einer Route durch den Iran sind eine Fähre über das kaspische Meer nach Turkmenistan oder Kasachstan bzw. als letzte Option ein Flug eingeplant. In Zentralasien fahren wir anschließend durch Turkmenistan, Usbekistan und Tajikistan, von wo wir dann die Grenze nach Afghanistan übertreten wollen. Auch hier sind wir uns selbstverständlich der politischen Situation und Einschränkungen unserer Sicherheit, insbesondere an der Afghani-Pakistanischen Grenze, bewusst.

Mit ein wenig Glück ist bis zu unserer Ankunft die Grenze zwischen Pakistan und Indien wieder geöffnet und wir können von dort aus nach Dharamsala im Norden Indiens an den Ausläufern des Himalaya fahren. Wenn das nicht geht, finden wir schon eine Lösung, wir sind ja ein krisensicheres Team! Planmäßig kommen wir dann gegen Anfang Juli 2027 in Dharamsala an.
 

Unsere Route in 4 Etappen

Unser Weltrekordversuch

Wir wollen Vorarlberger Kässpätzle mit lokalen Zutaten kochen - in den meisten verschiedenen Ländern innert eines Jahres.

Kässpätzle sind für einen Vorarlberger das, was das Schnitzel für einen Wiener ist, die Pizza für einen Italiener, Tacos für einen Mexikaner oder ceebu jën für einen Senegalesen. Kurz, der ultimative kulinarische Höhepunkt aus dem schönen Vorarlberg, dem Teil von Österreich, aus dem Jojo & Sammy stammen. Wir wollen auf unserer Reise nicht nur viele Erfahrungen und Eindrücke aus anderen Kulturen mitnehmen, sondern auch welche mitbringen. Essen bringt die Leute zusammen und wir sind leidenschaftliche Kässpätzle-Liebhaber. Das ist unser Weg, Vorarlberg mit der Welt zu verbinden. Daraus resultiert die Idee zu unserem Weltrekordversuch und auch der Name "Spätzletour". Ob wir in Afghanistan einen passenden Käse für unsere Spätzle finden werden oder ob wir zum ersten Mal Spätzle mit Ziegenkäse essen werden? Ob wir in Turkmenistan eine geeignete Küche finden oder auf unseren Campingkocher ausweichen müssen? Ob Spätzle den Georgiern schmecken, oder ob wir höflich darum gebeten werden, den Rest doch bitte als Reiseproviant mitzunehmen? Fragen über Fragen, für die wir jetzt noch keine Antwort haben. Aber ist nicht genau das das Spannende daran? Und wer weiß, vielleicht machen wir auf unserer Reise ja bahnbrechende kulinarische Entdeckungen :)

Käsespätzle mit Samuel

Mit dem Fahrrad ist das nicht so einfach. Das Reisen ist spontaner, ungeplanter und abenteuerlicher. Man hat vielleicht nicht gut geschlafen und bleibt darum zwei Dörfer früher als geplant stehen, um einen Schlafplatz zu suchen. Aber bei der Schlafplatzsuche interagiert man in den abgelegensten Dörfern mit Einheimischen, die dich unverhofft zum Abendessen einladen. Weil Autoverkehr nervig ist, wählst du kleine Seitenstraßen und Umwege, auf denen du wunderschöne Orte findest, die in keinem Reisebegleiter stehen und an denen du Leute triffst, an denen du mit dem Auto auf der Autobahn ansonsten vorbei rasen würdest.

Es sind meist diese unerwarteten Momente und liebevollen Menschen, die einem in Erinnerung bleiben. Wenn wir uns an unsere Osteuropa-Tour erinnern, denken wir nicht an ein schönes Restaurant in Bukarest, sondern an Kemal, den wir zufällig an einer Bushaltestelle und 2 Stunden später, einige Dörfer weiter, wieder trafen. Kemal, der uns dann auf ein Essen einlud und uns seinen hausgemachten Honig schenkte. Wir denken an einen wunderschönen Zeltplatz mit Sonnenuntergang an einem Ort, den wir mit dem Auto nie erreicht hätten. Wir denken an die süße Omi, die uns in ihrem Garten zelten ließ und Speck als auch Schnaps mit uns teilte. Wir denken an den Transfăgărășan-Pass in Rumänien, als wir unsere körperlichen Grenzen überschritten und von fremden Leuten in vorbeifahrenden Autos jubelnd angefeuert wurden.

So lernt man ein Land, seine Leute und Kultur kennen und erlebt Geschichten, die man auch mal den Enkeln erzählen kann. Geschichten, die einem Kraft geben, wenn das Leben weniger unbeschwert wird. Und je ausgefallener das Land, desto wahrscheinlicher, dass du solche Erlebnisse sammelst.

Warum macht man so eine Tour?

Zelt mit Rad

Wir schreiben den 20.11.2021. Sammy postet ein Bild aus einer Dokumentation, in der zwei Deutsche nach China radeln, in seiner Instagram-Story, mit der Unterschrift „Hat wer Bock?“. Ein paar Leute antworteten, einer davon mit „bin dabei“ – ihr könnt euch wahrscheinlich denken, wer das war.

Seitdem verfolgt uns diese Idee und mit jedem Jahr stieg die Lust nur noch weiter. Aber warum eigentlich? Was ist es, das uns antreibt, für 10 Monate von Freunden, Partnerin und Familie Abschied zu nehmen, um ungeduscht, auf sandigen Straßen, mit Gegenwind zu radeln, und Nudeln vom Campingkocher zu essen?

Wir beantworten diese Frage in drei Kategorien:

1) Warum diese spezifische Art zu reisen so genial ist.

2) Was es mit einem selbst macht.

3) Was es mit anderen macht.

1. Warum diese spezifische Art zu reisen so genial ist.

Wir sind der Überzeugung, dass das Fahrrad das perfekte Fortbewegungsmittel ist, um ein Land zu bereisen.

Bei gegebener Muskelmasse ist es schnell genug, um gut Strecke zu machen und so auch mal 130+ km an einem Tag zurückzulegen, mit dem damit einhergehenden Nervenkitzel einer coolen sportlichen Challenge. Man ist völlig unabhängig von geteerten Straßen, Tankstellen, Terminplänen von Zügen, Bussen und Flugzeugen und kann hin, wo auch immer man will.

Vor allem aber ist es langsam genug. Reisen im 21. Jahrhundert besteht oft primär aus Konsum, und so hetzt man von Stadt zu Stadt, von einer Sehenswürdigkeit zum nächsten trendigen Laden und am Ende kommt man gestresst nach Hause. Damit man sich überhaupt an etwas erinnert, muss man sich die Bilder anschauen, die man auf die Schnelle gepostet hat.

2. Was es mit einem selbst macht.

​Und so ganz nebenbei kann man mit so einer Reise auch völlig neu definieren, was es denn für einen persönlich heißt, seine Grenzen zu erreichen. Man kann sich seiner selbst beweisen, dass man so ziemlich alles erreichen kann, wenn man es sich denn wirklich in den Kopf setzt – Einstellungen, die dein Leben nur bereichern können.

 

Solche Dinge lernt man eben vor allem außerhalb der eigenen Komfortzone. Und ganz nebenbei erlebt man da dann auch noch die besten Geschichten.

3. Was es mit anderen macht.

Diese Einstellungen wollen wir auch nach außen tragen und andere daran erinnern, zu was sie alles fähig sind. Wenn diese zwei Jungs Jojo und Sammy so was schaffen, dann kann man selbst auch ganz andere Dinge erreichen.

Die erste und größte Motivation für das alles war aber immer das Bildungsprojekt im Senegal. Die Zeit, die wir im Senegal verbringen durften, hat uns beide sehr geprägt und wir durften hautnah miterleben, was Wissen Macht Stark für einen Unterschied in M’Balling macht und wie Bildung Leben verändert. Dazu einen Beitrag leisten zu können, ist die größte Genugtuung für uns. Es würde uns unendlich glücklich machen, wenn am Ende dieser Reise ein sinnvolles Projekt finanziert werden kann, das über Jahre und Jahrzehnte Leben verändert.

P1340891.JPG

Radreisen sind eine sehr charakterbildende Angelegenheit. Objektiv gesehen ist es eigentlich die ganze Zeit scheiße. Es ist anstrengend, man ist dreckig und verschwitzt, man schläft schlechter als im Bett daheim und spätestens der dritte platte Reifen geht dir schon auf den Sack. Aber genau deswegen weiß man den Komfort des täglichen Lebens wieder zu schätzen. Wie sehr wir uns nach der letzten Tour wieder auf einen Schrank gefreut haben, damit wir nicht jeden Morgen und Abend unsere Packtaschen ein- und auspacken müssen, ist wahrscheinlich eher schwer vorstellbar. Wie sehr wir es genossen haben, eine warme Dusche auf Abruf zu haben und Wasser zu trinken, das nicht lauwarm ist, vielleicht eher. ​

 

Es lässt einen zufriedener durch das Leben gehen, wenn man diese Dinge, über die man zumeist gar nicht nachdenkt, für eine längere Weile nicht hat. Worauf das aber noch viel mehr zutrifft, ist, wenn man Länder bereist, die einem diese Lektion auf eine deutlich härtere Art und Weise ins Bewusstsein führen. Im Senegal haben wir so unsere Privilegien schon sehr deutlich vor Augen geführt bekommen – dieses Bewusstsein wollen wir mit dieser Reise weiter stärken, um so auch die Probleme des Alltags ein bisschen in Perspektive zu setzen.

Zelt, Mensch, Sonnenuntergang
IMG_5138.MP4
bottom of page